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Blog / Die Gefahren von Selber-Macher-Marketing

Tischler, bleib bei deinen Leisten!

Kein Unternehmer käme auf die Idee, wichtige Verträge selbst zu verfassen – und so ist es auch mit der Unternehmenskommunikation.

Eine externe Agentur als Kommunikationsdienstleister ermöglicht nicht nur, dass sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann, sondern kann auch kosteneffizient und ganz nach Bedarf hochspezialisierte Experten einbringen

Bestimmte Unternehmensbereiche – meist Dienstleistungen wie die Buchhaltung, die Logistik oder die IT – werden an externe Firmen ausgelagert, damit sich das Unternehmen besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Werbung war stets ein Fachgebiet, das mit externen Dienstleistern besetzt wurde. Dass dies gute Gründe hat, kann man von erfolgreichen Unternehmen wie dem Hotel SeeRose lernen, wie deren Inhaber Peter Pölzl betont: „Ein Unternehmen braucht mindestens vier externe Spezialisten: einen Betriebsberater für die strategische Ausrichtung, einen verlässlichen Steuerberater, einen guten Anwalt und eine kreative Werbeagentur.“ Doch manche Firmeninhaber versuchen, an der falschen Stelle zu sparen – mit schlimmen Folgen.

Selber-Macher-Werbung

Kein Unternehmer käme auf die Idee, wichtige Verträge selbst zu verfassen. Ebenso wenig würde eine Unternehmerin ihren Jahresabschluss selbst erledigen oder sich durch hunderte Seiten der neuen Steuerreform kämpfen. Dafür wendet man sich an Spezialisten. Bei Marketing und Kommunikation wissen erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, dass sie Experten hinzuholen müssen, da die Gefahr von Fehlern und Folgekosten groß ist. Ein schlecht gestaltetes Inserat, ein unprofessionelles Logo oder ein falsch zu verstehendes Zitat auf der Website kann da nicht nur Kunden verschrecken, sondern auf lange Sicht teuer zu stehen kommen.

Kostenwahrheit

Auch die Nebenkosten des „Selbermachermarketings“ sind nicht zu verachten: Geeignete Mitarbeiter müssen gefunden und eingeschult, kostspielige Hardware und neue Software angeschafft werden. 

Eine externe Agentur bringt da bereits einen reichen Rucksack an Erfahrung und Expertise mit. Im Gegensatz zu einem Mitarbeiter wird eine externe Agentur nicht krank und es kommen keine Weiterbildungskosten auf den Auftraggeber zu. Der Einsatz von Ressourcen ist daher planbar. 

Ein Unternehmen braucht mindestens vier externe Spezialisten: einen Betriebsberater für die strategische Ausrichtung, einen verlässlichen Steuerberater, einen guten Anwalt und eine kreative Werbeagentur.

Peter Pölzl, Hotel Seerose (Ossiacher See)
©depositphotos
Auch trotz großen persönlichen Einsatzes kann Kommunikation schiefgehen, deshalb besser auf Spezialisten mit Erfahrung vertrauen

7 Gefahren von Selber-Macher-Marketing und Inhouse-Agenturen

Jedes Unternehmen hat Kernkompetenzen, auf die es sich konzentrieren sollte. Zusätzliche Kompetenzen außerhalb dieses Kernbereichs müssen erst erworben werden.

Viele Mitarbeiter leiden nach einiger Zeit an Betriebsblindheit: Veränderungsmöglichkeiten werden nicht erkannt, was zu Wettbewerbsnachteilen führt.

Die Kosten sind intransparent und schwer erfassbar: Wie viele Stunden verbringen die Mitarbeiter mit diesen Zusatzaufgaben? Und wären diese Stunden nicht für andere – gewinnbringende – Arbeiten besser verwendet?

Auch der finanzielle Aufwand für den Arbeitsplatz, für Hard- und Software sowie Weiterbildungskosten wird leicht unterschätzt und kann in die tausende Euro pro Jahr gehen. 

Interne Umsetzungen verzögern sich zeitlich meist wegen Nebenaufgaben, was wiederum versteckte Kosten verursacht.

Die Mitarbeiterauswahl ist zeit- und kostenaufwendig, die Flexibilität dieser neuen Mitarbeiter ist jedoch nicht so gegeben wie bei externen Dienstleistern.

 

Krankenstandszeiten können bei sensiblen Projekten zu Verzögerungen führen, die im schlimmsten Fall dem Image des Unternehmens schaden. 

Dieser Artikel von designation erschien in der Broschüre "Beste Werbung für gutes Geld" der Wirtschaftskammer Kärnten, Fachgruppe Werbung.

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